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[Hintergrund] Letzte IP-Adresse wurde vergeben – Was Sie nun tun müssen

8. Februar 2011

Die oberste Vergabestelle für IP-Adressen, Top-Level-Domains und IP-Protokollnummern – die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) – teile letzten Donnerstag in Miami mit, daß sie die letzte noch freie IP-Adresse an den Leiter der europäischen Vergabestelle RIPE – Réseaux IP Européens Network – Axel Pawlik, übergeben hat.

Damit ist der 1980 eingeführte Standard IPv4, der mit seinen 32 Bit 4,3 Milliarden Internet-Adressen ermöglicht, nun vollständig ausgeschöpft.

Das bedeutet aber nicht, daß es in Zukunft keine neuen Internet-Seiten mehr geben wird.

Zum Ersten reichen die bereits an die regionalen Vergabestellen verteilten IP-Vorräte noch für mehrere Monate und zum Zweiten ist der neue Standard IPv6 schon längst beschlossene Sache.

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Auch die Betriebssysteme müssen mit dem neuen Internet-Protokoll umgehen können. Die aktuellen Mac- und Linux-Systeme sowie Windows Vista und Windows 7 beherrschen den neuen Standard von Haus aus.

Windows XP versteht dieses Protokoll seit dem Service Pack 2. Jedoch müssen Sie es erst manuell einrichten, und das geht so:

1. Start – Systemsteuerung – Netzwerkverbindungen anklicken

2. Nun die Verbindung auswählen, über die Sie mit dem Internet verbunden sind. Bei mir ist es die Verbindung Drahtlose Netzwerkverbindung

3. Diese Verbindung mit der rechten Maustaste anklicken und auf Eigenschaften klicken

4. Installieren – Protokoll – Hinzufügen anklicken, dann Microsoft TCP/IP Version 6 auswählen und OK klicken

5. Kurz warten, als Ergebnis sehen Sie dann

6. Fertig und Freude haben

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Der neue Standard IPv6 ermöglicht durch eine 128 Bit lange Adressen 340 Sextillionen Adressen, also 340*10^36 – das ist eine Zahl mit 36 Nullen !!

Damit wird es theoretisch möglich sein, jedem Computer, jedem Handy und jedem anderen Gerät eine lebenslang einheitliche IP-Adresse zuzuweisen.

Daraus ergeben sich aber auch Datenschutzprobleme, weshalb das neue Protokoll IPv6 auch Privacy Extensions vorsieht, die verhindern sollen, dass man ein Gerät über längere Zeit hinweg im Netz identifizieren kann.

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