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[Deutschland – Update: 5.9.2013] Aktuelle Strahlenwerte in Tokio / Japan, Lagebericht für Deutschland vom Bundesamt für Strahlenschutz und Grundwissen über radioaktive Strahlung

17. März 2011

Aktuelle Strahlenwerte in Tokio

Die aktuellen Strahlenwerte in Tokio finden Sie hier hier, den Standort der Messung ist in der Karte unten eingezeichnet.

WICHTIGER Hinweis: Das Diagramm wird alle 10 Minuten aktualisiert und als Einheit ist „CPM“ (counts per minute, Zähleinheiten pro Minute) angegeben.

120 CPM entspricht etwa 0,000 1 mSv pro Stunde (also 0,000 1 Milli-Sievert pro Stunde).

Das Grundwissen und Vergleichszahlen, um diese Werte richtig verstehen zu können, finden Sie im im unteren Teil dieses Beitrags.

Die Lücke im Diagramm am 17.03.2011 zwischen 8:42 bis 8:56 bzw. der ungewöhnlich hohe Wert danach kam aufgrund eines Programmproblems zustande (software failure).

Standort der Messung




Alle Messstellen von Strahlenwerte in Japan

Um die aktuellen Daten der Messstelle aufzurufen, klicken Sie auf die Messstellenposition in der Karte, anschließend auf „check data“ im dazugehörigen Fenster.

Tipp: Klicken Sie auf „View Larger Map“ (unterhalb der Karte), damit sich die Karte in maximaler Größe öffnet.

Die Position der Kernkraftwerke in Fukushima und Onagawa sind durch rote Dreiecke gekennzeichnet.

Arigatō, Hideki Kuroda-san (Thank you, Mr. Hideki Kuroda)



Die aktuellen Strahlenwerte für Deutschland
Den Bericht vom Bundesamt für Strahlenschutz finden Sie
hier, den Lagebericht dazu finden Sie hier.




Grundwissen über radioaktive Strahlung

Good to know IT
Die wichtigsten Begriffe und Vergleichszahlen über radioaktive Strahlung habe ich im Folgenden für Sie kurz und verständlich zusammengefasst.

Für ein besseres Verständnis habe ich einige Dinge etwas vereinfacht, denn Sie sollen ja einen einfachen Überblick erhalten.

Die Energie, die durch die radioaktive Strahlung vom Körper aufgenommene wird, wird in Gray gemessen – geschrieben „1 Gy“

Die „Strahleneinwirkung für biologischer Organismen“ wird in Sievert gemessen – geschrieben „1 Sv“

Sehr vereinfacht kann man sagen: 1 Gray entspricht etwa 1 Sievert.

Weil diese Menge jedoch viel zu groß ist, gilt:

1 Milli-Sievert (geschrieben „1 mSv“) sind 0,001 Sv – also ein Tausendstel Sievert
1 Mikro-Sievert (geschrieben „1 µSv“) sind 0,000 001 Sv – also ein Millionstel Sievert
1 Nano-Sievert (geschrieben „1 nSv“) sind 0,000 000 001 SV – also ein Milliardstel Sievert

Bei radioaktiver Strahlung unterscheidet man:

Organdosis
Die Strahlenmenge, die auf ein Organ, Körper- oder Gewebeteil einwirkt

Effektive Dosis
Die Strahlenmenge, die auf ein Organ, Körper- oder Gewebeteil einwirkt, jedoch wird dabei die Strahlenempfindlichkeit der bestrahlten Stelle berücksichtigt

Aquivalentdosis
Vereinfacht etwa: Die Strahlenmenge, die ganzheitlich auf den Körper einwirkt

Bei der Strahleneinwirkung muß neben der Strahlenmenge auch die Einwirkdauer beachtet werden.

Das ist ähnlich wie mit heißem Wasser:
Den Finger sehr kurz unter heißes Wasser halten schädigt ihn weniger als ihn sehr lange unter das gleiche heiße Wasser zu halten.

Auf jeden Menschen wirken aufgrund der Weltraum- und Erdstrahlung immer ca. 2 mSv.
Das ist absolut normal und nichts ungewöhnliches. Dies sollte nun Ihre Vergleichszahl für alle folgenden Werte sein.

Bei einer 8 Stunden langen Flugzeugreise in 12km Flughöhe wirken auf Sie zusätzlich 8 Stunden lang ca. 0,2 mSv ein.

Rauchen Sie täglich 20 Zigaretten wirken auf Ihre Lungen (also eine „direkte Wirkung auf Organe“ im Gegensatz zu „ganzheitlich auf den Körper“) zusätzlich täglich ca. 0,29 mSv ein.

Im ersten Jahr nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wirkten in Bayern auf Sie zusätzlich ca. 1 mSv ein.

Nach der deutschen Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) gilt als Strahlengrenzwert, der auf eine volljährige Personen (mit Ausnahme von schwangeren Frauen) pro Jahr einwirken darf 20 mSv.

Für Einsatzkräfte der Feuerwehr gelten folgende Strahlengrenzwerte:
Einsatzdosis (im normalen Feuerwehreinsatz): 15 mSv
Lebensrettung (höchstens einmal pro Jahr): 100 mSv
Katastrophenfall (höchstens einmal im Leben): 250 mSv

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