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[Wirtschaft] Steve Ballmer halbierte den Wert von Microsoft – Und ist damit #1 der übelsten CEOs

16. Mai 2012

Laut Forbes ist Steve Ballmer, CEO von Microsoft (Börsenwert 255,39 Milliarden US-Dollar, Stand 15. Mai 2012), der übelste CEO eines amerikanischen, börsennotierten Unternehmens.

Mühelos hat Steve Ballmer Microsoft es geschafft, Microsoft aus den am schnellsten wachsenden und lukrativsten Bereichen wie Mobile Music, Handys und Tablet PCs herausgehalten. Zusätzlich hat er das Wachstum von Firmen wie Dell (Börsenwert 27,03 Milliarden US-Dollar, Stand 15. Mai 2012), Hewlett Packard (Börsenwert 44,29 Milliarden US-Dollar, Stand 15. Mai 2012) und sogar Nokia (Börsenwert 10,72 Milliarden US-Dollar, Stand 15. Mai 2012) geopfert, weil durch seine schlechten Führungsqualitäten der Schaden weit über die Grenzen von Microsoft hinaus ging.

Microsofts Aktien hatte 2000 eine Wert von USD 60,- je Aktie. Unter der Führung von Steve Ballmer stürzte der Wert der Aktie innerhalb von nur zwei Jahren auf USD 20,- je Aktie und erholte sich danach leicht auf seinen derzeit geringen Wert von USD 30,- je Aktie.

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Schult daran waren vor allem die ständig verspäteten Erscheinungstermine neuer Produkte und deren fehlender Mehrwert. Steve Ballmer hatte neben der um 200-Mannjahre verteuerte Entwicklung von Microsoft Vista auch dessen um Jahre verspäteten Erscheinungstermin zu verantworten. Daher vermieden Anwender auch den Umstieg auf das neue Betriebssystem.

Windows 7 und Office 2000 konnte weder Anwender in Firmen oder zuhause begeistern. Microsoft konnte sich in der Dekade von Steve Ballmer, nachdem es sich von Produkten wie Zune, Windows CE, Tablet PCs und anderen mobilen Geräten verabschiedete hat, nicht wirklich weiterentwickeln – echte Innovationen blieben aus und Apple übernahm die Führungsposition im Hitech-Bereich.

Obwohl die Deutschlandzentrale von Microsoft vor den Türen Münchens liegt, hat es Steve Ballmer nicht geschafft, die Stadtverwaltung München dazu zu bewegen, Windows als Betriebssystem weiterhin einzusetzen. Statt dessen kam Linux auf den ca. 15.000 Verwaltungs-PCs zum Einsatz, was etwa 25% Kosten gegenüber einer Windows-Installation eingesparte. In Frankreich wechselte die Polizei mit 70.000 Installationen von Windows zu Linux und senkte damit die IT-Kosten um 70%.

Steve Ballmer belegt den Platz 19 der Forbes Liste der Milliardäre und sollte eher sein Vermögen genießen, als daß es ihm erlaubt sein sollte, ein derart große Verantwortung gegenüber Investoren und Angestellten zu tragen – so Forbes.

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