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[Windows Expertenwissen] „64-Bit sind immer schneller?“ – Vergleich des Leistungsindex von Windows 7 in der 32-Bit & 64-Bit-Version

24. Januar 2013


Auf allen Computern mit Windows 7 war von Haus aus stets die 64-Bit-Version von Windows 7 installiert. Für die 64-Bit-Version spricht, daß Intel- und AMD-Prozessoren dadurch theoretisch bis zu 256 TiB Arbeitsspeicher verwenden können, denn der Adressbus von Intel64 und AMD64 ist 48 Bit breit. (Anmerkung: 1 TiB = 240 Byte = 1 099 511 627 776 Byte, also etwa 1 Terabyte).

Sollten Sie jedoch einen Drucker oder Scanner verwenden wollen, für den der Hersteller keinen aktuellen 64-Bit-Treiber bereitstellt, dann können Sie auf die 32-Bit-Version von Windows 7 wechseln.

Wie aber verändert sich der Leistungsindex von Windows 7 in bei einem Wechsel von der 64-Bit auf die 32-Bit-Version?

Sehen Sie dazu folgenden Vergleich, der auf ein und demselben Notebook durchgeführt worden ist.

Zum Vergrößern bitte anklicken

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Das Argument „64-Bit sei / sind immer schneller“ ist eine Marketing-Aussage und gibt damit grundsätzlich falsch dargestellte 32/64-Bit-Architekturunterschiede weiter.

Denn wie Sie erkennen können erreicht Windows 7 sowohl in der 32-Bit- als auch in der 64-Bit-Version einen nahezu identischen Leistungsindex. Die Unterschiede im 10tel-Bereich können als Messunschärfe verstanden werden und fallen wirklich nicht weiter ins Gewicht.

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Bitte beachten Sie, daß die Leistungsskala in Windows nicht einheitlich ist. Die Gesamtbewertung der Computerleistung ergibt sich aus der niedrigsten Teilbewertung.


Leistungsskala in Windows, wobei ein kleiner Wert auch eine niedrige Leistung darstellt:

  • Windows Vista: Von 1,0 bis 5,9
  • Windows 7: Von 1,0 bis 7,9
  • Windows 8: Von 1,0 bis 9,9



Welcher Leistungsindex ist für die verschiedenen Anwendungsbereiche erforderlich?

  • Büroanwendung – z.B. Textverarbeitung, Tabellenkalkulationen, E-Mails und Internetrecherchen
    Höhere Teilwerte für die Kategorien CPU und Arbeitsspeicher; für Desktop- und 3D-Grafik sind in der Regel Teilbewertungen ab 2 ausreichend.

  • Spiele und grafikintensive Programme – z.B. digitale Videobearbeitung oder realistische First-Person-Spiele
    Höhere Teilbewertungen für Arbeitsspeicher, Desktopgrafik, 3D-Spielegrafik und CPU; für die Festplatte genügt in der Regel eine Teilbewertung ab 3.

  • Media Center-Leistungsmerkmal – z.B. erweiterte Multimediafeatures, Aufzeichnen von HDTV-Programmen
    Höhere Teilbewertungen in den Kategorien CPU, Festplatte und Desktopgrafik; für die Kategorien Arbeitsspeicher und 3D-Grafik reichen in der Regel Teilbewertungen von 3 aus.



Wie sind die Zahlen des Windows 7 Leistungsindex zu bewerten?

  • Leistungsindex bis 2 – Für allgemeine Aufgaben wie Geschäftsprogramme oder Suchvorgänge im Internet, jedoch nicht leistungsfähig genug, um Aero oder die erweiterten, unter Windows 7 verfügbaren Multimediafeatures auszuführen.

  • Leistungsindex bis 3 – Viele Features von Windows 7 können auf einer Basisstufe ausgeführt werden, z. B. Windows 7-Design mit einer Auflösung von 1280 × 1024, jedoch Probleme beim Anzeigen des Designs auf mehreren Monitoren; Wiedergabe von Digitalfernsehinhalte möglich, aber kein hochauflösendes Fernsehen (High Definition TV, HDTV)

  • Leistungsindex zwischen 4 und 5 – Ausführen der neue Features von Windows 7 und Unterstützung der Ausführung von mehreren Programme.

  • Leistungsindex zwischen 6 und 7 – Ein solcher Computer ist mit einer schnelleren Festplatte ausgestattet – herkömmliche Laufwerke kommen nicht über den Wert 5,9. Zudem werden grafikintensive Highend-Anwendungen (beispielsweise Multiplayer- und 3D-Spiele) und das Aufzeichnen / Wiedergeben von HDTV-Inhalten unterstützt.



(Quelle: Microsoft: What is the Windows Experience Index)

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