[Hintergrund] Der IBM-Effekt bei Microsoft mit Windows 8

3. Mai 2013

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Seit der allgemeinen Einführung von Windows 8 am 26. Oktober 2012 konnte sich dieses Betriebssystem von Microsoft (Börsenwert: 276,92 Mrd. US-Dollar, Stand 2. Mai 2013, 4:00PM EDT) bis heute gegenüber seinen Vorversionen nicht behaupten und brachte für Microsoft ein Desaster.

Als Grund für das Scheitern von Windows 8 könnte man den IBM-Effekt bei Microsoft sehen: Smart solutions for a better planet – unintelligible to people!

Zu Deutsch etwas: Geniale Lösungen für einen besseren Planeten, für die Endanwender aber sehr schwer verständlich!

IBM (Börsenwert 224,65 Mrd. US-Dollar, Stand 2.May 2013, 4:01PM EDT) entwickelt seit jeher schon erfolgreich Produkte und Lösungen, vornehmlich für den Firmenkundensektor, die jedoch von den Endanwendern – auch auf den zweiten Blick– nicht immer ganz richtig verstanden werden. Prominentestes Beispiel dafür ist sicherlich Lotus Notes Domino, das bis heute von den Meisten als E-Mail-System verstanden und als solches auch – von den Endanwendern oft wenig geliebt – eingesetzt wird (Anm.: Dabei ist Lotus Notes Domino eine Entwicklungs- & Laufzeitplattform für individuelle Workflow-Applikationen).

Mit Windows 8 konnte Microsoft anfangs keine Zuwächse erreichen und musste sogar Verluste hinnehmen. Erst mit April diesen Jahres (2013) konnte Microsoft einen Kursanstieg verzeichnen.

 

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Mit Stand 3.Mai 2013 hält Microsoft insgesamt einen Anteil von 91,8% am Desktop-Betriebssystem-Markt, der Rest verteilt sich auf MacOS mit 6,99% und Linux mit 1,21%.

 

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Von dieser 91,8% Marktdominanz fallen aber lediglich magere 3,82% Anteile für Windows 8 an, was in relativen Zahlen 4,16% für Windows 8 gegenüber anderen, eingesetzten Windows-Versionen bedeutet. Den Hauptanteil teilen sich Windows 7 mit 48,71% und – das nicht tot zu bekommende – Windows XP mit 41,43%. (Anm.: Windows XP hatte seine Markeinführung am 25. Oktober 2001, also vor nahezu 13 Jahren)

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Microsofts hat seinen Aufstieg vor allem auch seiner Produkt-Strategie zu verdanken: Denn man muss kein IT-Spezialist sein, um zumindest die Grundfunktion eines Microsoft-Produkts richtig verstehen und einfach anwenden zu können (Anm.: wenngleich die Stabilität der Produkte in der Vergangenheit oft zu wünschen übrig gelassen haben).

Mit Windows 8 hat sich das Microsoft-Verständnis grundlegend geändert, denn die Möglichkeiten und Leistungen in Windows 8 bleiben den meisten Endanwendern verschlossen. Statt dessen wird die fehlenden Start-Schaltfläche in der Desktop-Oberfläche von Windows 8 moniert und dabei übersehen, daß Windows 8 genau genommen einen hybriden Antrieb sowohl für Apps als auch für klassische Desktop-Applikationen bereitstellt. Eben der IBM-Effekt bei Microsoft: Geniale Lösungen für einen besseren Planeten, für den Endanwender aber sehr schwer verständlich!

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