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[Hintergrund] Supportende von Windows XP belebt IT-Wirtschaft

23. April 2014

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Am 8. April 2014 hat Microsoft (Börsenwert: 331,95 Milliarden US-Dollar, Stand: 22. April 2014 4:00PM EDT) das letzte Sicherheits-Update für Windows XP (Markteinführung: 25. Oktober 2001) veröffentlicht und die Veröffentlichung weiterer Software-Patches für Heimanwender eingestellt.

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In nahezu allen IT-Publikationen und Medien wurden wegen des Support-Endes von Windows XP teilweise eine derart große Weltuntergangsstimmung verbreitet, als würden ab dem 9. April 2014 alle unter Windows XP laufenden PCs von einer gigantischen Flut von Zero-Day-Exploit-Attacken überschwemmt und vollständig vernichtet werden.

Zielgruppe für eine solche Stimmungsmache sind dabei vorwiegend professionelle Windows-XP-Systeme wie z. B. in Geldautomaten, in Fahrticketautomaten, in Anzeigesysteme, Bürorechner, etc., die mitunter immer noch mit Windows XP arbeiten.

Viele Wirtschaftszweige sehen hier den gigantischen Investitionsnachholbedarf der Betriebe, der bislang von den Verantwortlichen zurückgehalten wurde und welcher nun abgeschöpft wird, denn laut NetmarketShare.com laufen derzeit immer noch rund 29% aller PCs unter Windows XP (Stand: 23. April 2014).

“All regions indicated a positive effect since the end of XP support stimulated the PC refresh of XP systems. Professional desktops, in particular, showed strength in the quarter.“

„While the PC market remains weak, it is showing signs of improvement compared to last year. The PC professional market generally improved in regions such as EMEA.“

Mikako Kitagawa, principal analyst at Gartner

Die drei größten PC-Hersteller – Lenovo, HP und Dell – konnten im ersten Quartal 2014 weltweit einen Zuwachs von jeweils 10,9% (Lenovo), 4,1% (HP) und  9% (Dell) verzeichnen. Die weltweite Nummer vier – Acer – musste allerdings einen Rückgang von 14,8% verkraften.

Im Wirtschaftsraum EMEA konnten die Firmen im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 15,4% (HP) und 35,6% (Lenovo) erreichen. Acer musste allerdings auch hier einen Rückgang von 2,7% hinnehmen.

Insgesamt hat das Beratungsunternehmen Gartner für das schon länger schwächelnde PC-Geschäft im ersten Quartal 2014 einen verminderten Rückgang auf nun 1,7% ermittelt.

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