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4 Jahre nach der Fukushima-Katastrophe // #Fukushima #Fokushima #Chernobyl @chabermu

11. März 2015

Am 11.März 2011 um Ortszeit 14:46Uhr (6:46Uhr in Deutschland) erschütterte ein Erdbeben der Richterskala-Stärke 9,0  den Norden der japanischen Hauptinsel Honshu. Kurz darauf erreichte ein Tsunami die nördliche Ostküste der Insel und es kam zur größten Nuklearkatastrophe seit dem Super-GAU am 26. April 1986 im Kernkraftwerk von Chernobyl.

 

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Das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi – auch als Fukushima 1 bezeichnet – verlor dadurch die Anbindung an das öffentliche Stromnetz. Als Folge brach die Kühlung der Brennelemente zusammen und es kam zur Kernschmelze, später auch zu mehreren Wasserstoffexplosionen, die dem bereits stark beschädigten Reaktorgebäude noch weitere Schäden hinzufügte.

Da die geschlossenen Kühlkreisläufe der Reaktorblöcke zerstört wurden kam es neben der Freisetzung von Radioaktivität in die Atmosphäre auch zur Freisetzung einer beträchtlichen Menge an stark kontaminiertem Wasser ins Meer.

Dieser Störfall erreichte damit die höchste Stufe der Internationalen Bewertungsskala für Nuklearereignisse INES (International Nuclear and Radiological Event Scale) der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA (International Atomic Energy Agency) mit Hauptsitz im Internationalen Zentrum in Wien.

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In einem erneuten Störfall der INES-Stufe 3 sind am 20. August 2013 laut TEPCO-Angabe (Anm.: TEPCO – Tokio Electric Power ist der Kraftwerksbetreiber mit Sitz in Chiyoda) 300 Tonnen mittelradioaktiv belastetes Wasser aus einem Lagertank auf das Kraftwerksgelände ausgetreten.

Mit der Bergung der ersten Brennelemente wurde am 18. November 2013 begonnen, allerding ist mit dem Bergungsbeginn der letzten zerstörten Reaktorkerne frühestens ab 2021 zu rechnen.

Aufgrund der noch vielen unklaren Situationen über Sicherheitsbehälter, zerstörte Reaktorkerne und der Brennelemente in den Lagerbecken ist die Bergungsplanung mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.

 

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