Startseite > IT-News, IT-Sicherheit, Kalenderblatt, Unterhaltsames, Unterhaltung > Auswärtiges Amt stellt wegen LOCKY-Bedrohung gesamte IT um – wiedereinmal … // #locky #ransomware #cybersecurity

Auswärtiges Amt stellt wegen LOCKY-Bedrohung gesamte IT um – wiedereinmal … // #locky #ransomware #cybersecurity

1. April 2016

Zum Vergrößern bitte anklicken, siehe auch hier »

2010 hatte das Auswärtige Amt kurzfristig beschlossen, die 2005 angefangene Linux-Desktop-Migration einzustampfen und zu Windows zurück zu kehren. Damit war die Leuchtturmfunktion für den Einsatz freier Software in deutschen Bundesbehörden praktisch über Nacht gestorben.

 

Weitere Top-Artikel zu diesem Themengebiet:

 

Nun steht der IT-Landschaft des Auswärtigen Amts eine weitere, sehr tiefgreifende Umstellungen bevor.

Denn mit Beginn Q2 2016 sollen alle IT-Arbeitsplätze des Auswärtigen Amts auf Commodore Amiga 500 umgestellt werden.

“ Aufgrund der realen Bedrohung durch Krypto-Trojaner wie Locky, die bereits anderenorts sehr ernste Schäden mit hohen Folgekosten an IT-Systemen verursacht haben, sehen wir uns gezwungen, die Sicherheit einer funktionierenden Datenverarbeitung auch mit ungewöhnlichen Maßnahmen zu gewährleisten. „, kommentiert der IT-Verantwortliche des Auswärtigen Amts diesen Schritt.

Nun bestätigt auch die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Anfrage der SPD-Fraktion im Bundestag diese Entscheidung.

“ Sämtliche Office-spezifischen Aufgaben können mit dem Commore Amiga 500 genauso effizient wie bisher – bei einem erhöhten Sicherheitsstandard gegenüber Cyber-Bedrohungen – ausgeführt werden. Die einfache Mausbedienung der graphischen Oberfläche und die große Verfügbarkeit von sehr ausgereifter Software sprechen für den Einsatz des Systems. „, heißt es dabei.

Gegenüber dem Commodore Amiga 500 konnte sich der in Konkurrenz stehende Atari 520 ST aufgrund seines externen Diskettenlaufwerks und der schlechteren Tastatur nicht durchsetzten.

Der Commodore C-64 schied ebenso wegen dem fehlenden, integrierten Laufwerk aus. Zudem war die zu träge reagierende, graphische Oberfläche von GEOS für den effizienten Bürobetreib für das an sich exzellente System leider unzureichend.

 

Good to know IT – Information ist Alles

Das Auswärtige Amt ist der seit dem Kaiserreich traditionelle Name für das deutsche Außenministerium unter der Leitung des Bundesminister des Auswärtigen mit seinem seit dem 17. Dezember 2013 im Kabinett Merkel III stehenden Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier (60, SPD) .

2001 wurde im Serverbereich des Auswärtigen Amts mit der Migration auf Linux begonnen.

2005 wurden auf Mobilrechnern ein auf Debian GNU/Linux basierendes System mit Firefox, Thunderbird und OpenOffice installiert, auf Büro-PCs wurde ein Dualboot-System mit Debian / Windows eingerichtet.

2007 wurde von den IT-Verantwortlichen des Auswärtigen Amts die Umstellung als Erfolgsgeschichte mit niedrigeren IT-Arbeitsplatzkosten als in jedem anderen Bundesministerium bezeichnet.

2011 liefen in Behörden des Außenministeriums in Berlin und weltweit noch rund 11.400 Arbeitsplätze im Mischbetrieb Debian / Windows.

2012 waren davon nur noch 1000 übrig, siehe Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion.

 

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

%d Bloggern gefällt das: